Sommerferien: Mädchen vor weiblicher Genitalverstümmelung (FGM/C) schützen

Veröffentlichungsdatum17.07.2026Lesedauer1 MinuteKategorienAktuelles
Eine Gruppe von Menschen mit Köpfen in unterschiedlichen Posen

Der Sozial-, Wohnungs-, Jugend- und Integrationsausschuss der Gemeinde hat sich intensiv mit dem Thema weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation/Cutting – FGM/C) auseinandergesetzt. Gerade im Hinblick auf die bevorstehenden Sommerferien möchte der Ausschuss über dieses wichtige Thema informieren, sensibilisieren und zur Aufklärung beitragen.

Die Sommerferien sind für viele Familien eine Zeit des Reisens und des Besuchs von Verwandten. Für manche Mädchen kann ein Aufenthalt im Ausland jedoch mit einem besonderen Risiko verbunden sein: der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM/C).

FGM/C bezeichnet die teilweise oder vollständige Entfernung oder Verletzung der äußeren weiblichen Genitalien aus nichtmedizinischen Gründen. Die Praxis stellt eine schwere Menschenrechtsverletzung dar und kann lebenslange körperliche und psychische Folgen haben. Dazu zählen starke Schmerzen, Infektionen, Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt sowie traumatische Belastungen. In Österreich ist weibliche Genitalverstümmelung strafbar – auch dann, wenn der Eingriff im Ausland vorgenommen wird.

Die Ferienzeit gilt europaweit als Zeitraum mit erhöhtem Risiko, da Reisen in Herkunftsländer oder zu Verwandten stattfinden können. Aufmerksamkeit und frühzeitige Aufklärung können dazu beitragen, Mädchen wirksam zu schützen.

Wo erhalten Betroffene oder Angehörige Hilfe?

In Salzburg steht das FrauenGesundheitsZentrum Salzburg als österreichische FGM/C-Koordinationsstelle für Beratung, Information und Unterstützung zur Verfügung. Betroffene, Angehörige sowie Fachkräfte können sich dort vertraulich beraten lassen.

Darüber hinaus bietet der Frauennotruf Salzburg Beratung und Unterstützung für Frauen und Mädchen, die von Gewalt betroffen oder bedroht sind.

Besteht der Verdacht, dass ein Mädchen unmittelbar gefährdet ist, sollten umgehend die Kinder- und Jugendhilfe oder die Polizei verständigt werden. Bei akuter Gefahr wählen Sie den Polizeinotruf 133.

Der Sozial-, Wohnungs-, Jugend- und Integrationsausschuss möchte mit dieser Information dazu beitragen, das Bewusstsein für dieses Thema zu stärken. Aufklärung, Aufmerksamkeit und ein frühzeitiges Hinsehen können helfen, Mädchen vor schwerwiegender Gewalt zu schützen.


Weiterführende Informationen finden Sie unter: 
https://www.frauengesundheitszentrum-salzburg.at/fgm-c/